ichiba.ch Download the KAYWA Reader!
En | De | Fr

Feed2Mobile

Das empathische Gehirn - Gesichter lesen für Fortgeschrittene

Wem der Name Paul Ekman bekannt vorkommt, der hat ein grundsätzliches Interesse an Emotionsforschung und nonverbaler Kommunikation. Oder er hat den letzten Blogeintrag über das Training interkulturellen Trinkens komplett gelesen. Glückwunsch!

Süddeutsche online bescherte uns mit genau diesem Paul Ekman ein Interview der Extra-Klasse mit der offensichtlich besten Einstiegfrage, die ich je gelesen habe: “Guten Tag, Herr Professor, wie geht es mir?” Wer keine Angst vor Außenreflexion hat, wünscht sich wahrscheinlich wie ich an die Stelle des Journalisten: Auge in Auge mit Paul Ekman, dem weltbesten Emotionsentschlüsseler.

Nun wird jeder sich behaupten: “Gesichter lesen? Kinderspiel!” Allerdings zeigt sich hier oft erhebliches Verbesserungspotenzial, das strategisch geschult werden kann. Und welches Programm ließe sich hier besser anwenden als eines, dessen „Väter“ diametral entgegengesetzten Kulturkreisen entstammen? Paul Ekman, Vertreter der westlichen Wissenschaften, und der Dalai Lama, Sprachrohr der östlichen Lehre, entwarfen zusammen das Programm “Cultivating Emotional Balance“, quasi die Essenz beider Traditionen und damit best of both worlds:

“Meditation, Mitgefühl und die wissenschaftlichen Methoden meines Instituts.”

Noch interessanter ist folgende Aussage Ekmans: Nicht nur das Beobachten fremder Gesichtsentgleisungen hat Auswirkungen auf die eigene Stimmung und die Rückschlüsse auf das Innenleben des Gegenübers. Auch unsere eigene motorische Aktion lässt unsere Stimmung mit einem Mal ins Positivste schießen oder ins Bodenlose stürzen. Ekman bestätigt:

“Das Überraschendste an unserer Arbeit war die Feststellung, dass manche Gefühle erst entstehen, weil man einen bestimmten Gesichtsausdruck aufsetzt. An Tagen, an denen wir stundenlang wütende oder depressive Ausdrücke übten, mussten wir uns eingestehen, dass es uns miserabel ging”,

und greift zur Erklärung auf das Gehirn zurück:

“Wenn man bestimmte Muskeln im Gesicht aktiviert, ruft man damit die gleichen Veränderungen im Nervensystem hervor wie das entsprechende Gefühl.”

Das ist ein klarer Hinweis auf die komplexen neuronalen Schaltkreise, die sich in unseren Köpfen aufbauen, vernetzen und stetig verändern – und in diesem Fall den motorischen Cortex mit weiteren Regionen des Gehirns verknüpfen (anzunehmenderweise ist die “Gefühlszentrale” Amygdala unter Einbindung der Spiegelneurone beteiligt).

Tipp:
Über Mitgefühl und den circle of compassion spricht Ekman hier (danke arte!):





Wie groß ist Euer circle of compassion?




Note: this is how this feed will look on your mobile device.

Get mobile!

This QR Code will let any user whose mobile phone is equipped with a QR Code Reader to easily reach and bookmark the mobile version of «Das empathische Gehirn»

To add this QR Code to your Blog or Website, simply copy-paste the following Javascript blurb into your Blog template.

Feed2Mobile v1.0-BETA3 CONTACT US: KAYWA // TECHNOPARKSTRASSE 1 // 8005 ZUERICH // SWITZERLAND // Support